Wer war Ovid, wann hat er gelebt und was hat er geschrieben?

Publius Ovidius Naso (kurz: Ovid – *43 v. Chr./°17 n. Chr.) war ein bedeutender römischer Dichter.

 

Gestaltwechsel oder Formveränderung

Als seine wesentlichen Werke gelten – unter anderen – seine als „Ars amatoria“ bekannt gewordene Anleitung der Liebeskunst in Gedichtform sowie ein umfangreiches Werk mit dem Titel „Metamorphosen“.

In den "Metamorphosen" setzt sich Ovid zum einen mit der metaphysischen Verwandlung von Menschen, Tieren und Pflanzen auseinander, zum anderen enthält das Buch eine Sammlung antiker Mythen, deren Plot zu großen Teilen auf der griechischen Mythologie beruht.

Verbannung, Gnadengesuch, Tod und ein Denkmal

Aus nicht wirklich bekannten Gründen – abgesehen von einer Reihe wilder und nicht unbedingt zielführender Spekulationen – wird Ovid im Jahr 8 n. Chr. von Kaiser Augustus (*63 v. Chr./°14 n. Chr.) nach Tomis am Schwarzen Meer ( heute Constanza/Rumänien) verbannt.

Da es sich aber um eine mildere Form ("relegatio") der Verbannung handelte, verlor Ovid wenigstens nicht sein Vermögen und wichtiger noch, auch nicht seine Bürgerrechte. Allerdings wurden seine Bücher öffentlichem Zugang entzogen.

Gnadengesuche stießen sowohl bei Augustus als auch bei dessen Nachfolger, Kaiser Tiberius (*42 v. Chr./°37 n. Chr.), auf taube Ohren.

Ovid starb 17 n. Chr. in der Verbannung.

Ein Denkmal vor dem Geschichts- und Archäologischen Museum in Constanza, erinnert noch heute an den unfreiwilligen Aufenthalt Ovids in der Stadt am Schwarzen Meer.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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