Worum geht es eigentlich im Nibelungenlied?

Dem Plot des Nibelungenliedes, liegen im weitesten Sinne so bedeutungsvolle Themen wie tragische Beziehungsgeflechte, Liebe, Treue, Rache und Schuld zugrunde, also um aus dem Leben gegriffene menschliche Verhaltensweisen sozusagen.

 

In der Literatur und – wenn es denn überhaupt noch Gegenstand des Unterrichts ist – in den Schulen, wird im Zusammenhang mit dem Nibelungenepos stets von zwei Teilen gesprochen:

Teil 1: „Siegfried“,

in dem es im Wesentlichen um die betrügerische Brautwerbung (Brunhilds) des Burgunderkönigs Gunther durch die Unterstützung Siegfries sowie dessen Ermordung geht, handelt der

2. Teil: „Kriemhilds Rache“

von der (ergebnislosen) Suche nach dem

  • Schatz der Nibelungen (des „Nibelungenhortes“, den Siegfried zuvor dem Zwergenkönig Alberich geraubt hat; nach Siegfrieds Tod aber doch als Kriemhilds Erbe zu betrachten ist),
  • der – mit Billigung Kriemhilds – Vernichtung der Burgunder durch Etzels Hunnen sowie
  • dem Tod Kriemhilds und Hagen von Tronjes.

Grundsätzlich zu berücksichtigen ist bei dieser Version, dass sie nur eine von vielen überlieferten Erzählungen des deutschen, isländischen und skandinavischen Mittelalters ist.

Das etwa um 1200 entstandene Nibelungenlied gilt dabei als die bekannteste Zusammenfassung dieser Überlieferungen von Sagen, Legenden, Liedern und Verserzählungen.

Autor: Manfred Zorn
Quellen:  Das Nibelungenlied/Reclam
Mythen und Sagen des Nordens/Gerstenberg Verlag

 

 

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