Worum geht es in Aischylos Tragödie „Die Orestie“ ?

In der etwa um 458 v. Chr. in Athen erstmals aufgeführten Tragödie „Die Orestie“ des Dramendichters Aischylos, wird Agamemnon (König von Mykene) von seiner Gattin Klytaimnestra und deren Lebensgefährten Aigisthos ermordet.

Und zwar, weil Agamemnon zu Beginn des „Trojanischen Krieges“ die gemeinsame Tochter Iphigenie aus „taktischen“ Gründen den Göttern geopfert hat/haben soll.

Den Mord an ihrem Vater können Orestes und seine Schwester Elektra wiederum nicht gut heißen, schwören Rache und töten ihrerseits – auf Betreiben des Apollo – Klytaimnestra und Aigisthos.

Das erzürnt nun wieder die Erinnyen („Furien“, „Rachegöttinnen“). Sie verfolgen den tragischen Helden Orestes bis nach Athen, wo über den Fall des Muttermordes gerichtet werden soll.

Obwohl die Verteidigung von Apollo übernommen wird, ist die Causa Orestes nicht einfach zu lösen. Schließlich wird aber – durch die Stimmabgabe Athenes – ein Unentschieden aller abgegebenen Stimmen und damit der Freispruch Orestes´ erreicht.

Die mit diesem Urteil unzufriedenen Erinnyen, werden von Athene beschwichtigt, indem sie sie in Eumeniden (das waren so genannte „Wohlgesinnte“/„Wohlmeinende“) verwandelt.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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