Wer war Aischylos?

Zusammen mit Euripides und Sophokles gehörte Aischylos im antiken Griechenland zu den "Gründervätern" des Sprechtheaters.

Aischylos wurde 525 v. Chr. in Eleusis, nahe Athen, geboren, und soll aus einer wohlhabenden Adelsfamilie stammen.

Bereits mit Mitte Zwanzig stellte Aischylos sich dem Wettstreit der Dichter bei den Dionysos-Festen. Endlich, in seinen besten Jahren, mit etwa vierzig Jahren, errang er seine ersten dichterischen Lorbeeren.

Von seinen (vermutlich) neunzig Satyrspielen und Tragödien haben es allerdings nur sieben Werke, einige davon auch nur fragmentarisch (von zwei Satyrspielen ist zum Beispiel lediglich die Thematik bekannt), in unsere Zeit geschafft:

  • "Die Schutzflehenden",
  • "Die Sieben gegen Theben",
  • "Die Perser" (ein Mittelstück aus einer Trilogie) - Erstaufführung 472 v. Chr. in Athen,
  • "Der gefesselte Prometheus" (ein Teilstück aus einer Trilogie) - Datum der Erstaufführung unbekannt, offenbar aber ebenfalls in Athen,
  • "Die Orestie" (Triglogie) - Erstaufführung 458 v. Chr. in Athen

Teil 1: "Agamemnon",

Teil 2: "Die Grabspenderinnen" bzw. "Weihgussträgerinnen",

Teil 3: "Die Eumeniden"

Mit seinem Nachlass gilt Aischylos der Nachwelt als der Dramatiker, der aus Chören, Hymnen und Sprechgesängen endgültig den Dialog, einhergehend mit einer dramatischen Handlung, zu einem bestimmenden Element des Theaters machte.

Aischylos verstarb 456 v. Chr. in Gele auf Sizilien.

Autor: Manfred Zorn
Quelle: Reclams "Schauspielführer"

 

 

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