Was geschieht in Euripides Tragödie „Hippolytos“?

Im Wettstreit der Tragödiendichter anlässlich des Dionysosfestes 428 v. Chr. in Athen, gewann Euripides (*etwa 480/ °407 v. Chr.) für seine Tragödie „Hippolytos“ den – wissenschaftlich verbrieften – ersten Preis.

 

Der Plot des Dramas ist inhaltsreich und bildgewaltig, stellt aber erstmals ungestüme Leidenschaftlichkeit und unbändige Liebe einer Frau in den Mittelpunkt.

Hipplytos, Sohn des Theseus und der Amazone Hippolyte, ist Fan der Göttin Artemis. Das nimmt Aphrodite übel.

In Pheidra, Hippolytos Stiefmutter, weckt sie unstillbares Verlangen nach dem Stiefsohn. Das geht nicht gut.

Als Hippolytos erfährt, dass Pheidra nicht ausschließt lieber zu sterben, als von ihrer Liebe zu lassen, distanziert er sich von ihr.

Bevor sich Pheidra nun tatsächlich selbst tötet, hinterlässt sie Theseus die intrigante Nachricht, dass die Ursache ihres Selbstmordes dessen Sohn, Hippolytos, sei, von dem sie sich aufs Schändlichste entehrt fühle.

Theseus verflucht den vermeintlichen Wüstling, und jagt ihn außer Landes.

Schon bald erfüllt sich der Fluch. Hippolytos wird Opfer eines Meeresungeheuers – allerdings nicht, ohne zuvor schnell noch seinem Vater verziehen zu haben. Zeitgleich klärt die Göttin Artemis den fassungslosen Theseus über dessen Fehlurteil auf.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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