Worum geht es in Euripides Tragödie „Medea“?

Die wohl älteste Beschäftigung mit der tragischen Geschichte der „Medea“, einer Frauengestalt aus der griechischen Mythologie, stammt vom griechischen Dramendichter Euripides (etwa *480 v. Chr. bis °407 v. Chr.).

 

In seinem etwa 431 v. Chr. entstandenen Drama „Medea“, entnimmt Euripides das Thema der „Argonautensage“ aus der griechischen Mythologie.

Das ist die Geschichte von Jason, seinen Mitstreitern, den Argonauten sowie der Jagd nach dem „Goldnen Vlies“.

Medea verliebt sich in Jason, hilft ihm, aus seinen Abenteuern immer heil herauszukommen, heiratet ihn, bekommt mit ihm Kinder, wird aber letzten Endes von Jason wegen einer Jüngeren verlassen. Soll ja gelegentlich vorkommen ...

Selbstverständlich ist Medeas Rache fürchterlich.

Jasons Geliebte, deren Vater König Kreon und die gemeinsamen Kinder werden von Medes gemeuchelt; Jason aber bewusst in Kummer, Schmerz und Verzweiflung am Leben gelassen.

Des berechtigten Gegenschlags Jasons entzieht Medea sich mit Hilfe eines Drachenwagens, denihr der Sonnengott Helios zur Verfügung gestellt hat. Jason hat das Nachsehen.

Apropos

Der Mord Medeas an den beiden Söhnen kommt in der Argonautensage nicht vor. Den hat  Euripides seiner Tragödie – sozusagen in künstlerischer Freiheit – als dramaturgisches Stilmittel hinzugefügt.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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