Worum geht es in Sophokles Tragödie „Antigone“?

In Sophokles (etwa *496 v. Chr. bis °406 v. Chr.) etwa 441 v. Chr. in Athen uraufgeführter Tragödie „Antigone“, geht es im weitesten Sinne um Schicksal, Gerechtigkeit und Schuld.

 

Eine irre Geschichte

Antigone, Tochter des Ödipus, will ihren Bruder Polyneikes bestatten. Kreon, König von Theben, verbietet es ihr, lässt aber andererseits die Beisetzung des anderen Bruders, Eteokles, ausdrücklich zu.

Beide Brüder waren in den Kampf um Theben verwickelt – allerdings jeweils auf gegensätzlicher Seite. Eteokles engagierte sich für Kreon, Polyneikes zog gegen ihn zu Felde.

Antigone, den heiligen Bräuchen verpflichtet, empfindet Kreons Entscheidung als ungerecht, schlägt sein Verbot in den Wind, wird dafür mit Kerkerhaft bestraft und begeht – in ihr Schicksal ergeben – Selbstmord durch Erhängen.

Daraufhin erdolcht sich ihr Ehemann in spe (Haimon). Und, da auch Eurydike empört ist über ihren Gatten Kreon, nimmt sie sich ebenfalls das Leben.

Was bleibt?

Kreon beklagt zwar eindringlich sein Tun, aber die Einsicht in seine Schuld und Verstrickung kommt zu spät. Die Protagonisten sind – wie oben geschildert – längst den Weg allen Irdischen gegangen ...

Autor: Manfred Zorn

 

 

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