Was verbindet Dionysos, Peisistratos, Thespis, Aischylos, Sophokles und Euripides?

Alle gemeinsam trugen erheblich zur Weiterentwicklung des Theaters bei.

 

Die Wurzeln

Grundsätzlich liegt der Ursprung der Tragödie und des Theaters in den im antiken Griechenland gepflegten kultischen Dionysosfesten („Dionysien“).

  • Peisistratos (etwa *600 v. Chr. bis °527 v. Chr.), so genannter „Tyrann von Athen“, erhob den Dionysoskult zu zeremoniellen Staatsfeierlichkeiten.
  • Thespis, ein Dichter und Schauspieler, wurde mit der Gestaltung und Ausstattung der Festakte betraut. AuĂźerdem fĂĽgte Thespis dem Chor eine Person als Gegenpart hinzu.

Frischer Wind

Etwa sechs Jahrzehnte später, brachten

  • Aischylos (etwa*525 bis °456 v. Chr.),
  • Sophokles (etwa *496 bis °406 v. Chr.) und
  • Euripides (etwa *480 bis °406 v. Chr.) –

bedingt durch die Einführung zusätzlicher dramaturgischer Elemente – frischen Wind und mehr Abwechslung in die Handlung.

Waren bisher große Teile der Darstellung einem Chor plus einer Person zugeschrieben, brachte – zum Beispiel –

  • Aischylos einen zweiten Darsteller auf die BĂĽhne,
  • Sophokles fĂĽhrte einen dritten Schauspieler ein, schaffte die Trilogie als dramaturgisches Moment ab und stellte den Menschen als Einzelwesen in den Mittelpunkt des Geschehens, bei
  • Euripides verliert der Chor zunehmend an Bedeutung. Bemerkenswert ist die EinfĂĽhrung des Prologs als dramaturgisches Stilmittel.

In seinem Denken ist Euripides friedloser, zweifelnder und unzufriedener als seine Mitstreiter Aischylos und Sophokles.

Im Gegensatz zu diesen beiden, zeichnete er Menschen wie sie sind, nicht wie sie sein sollten.

Woher kamen die Ideen?

Allen gemeinsam ist die Beschäftigung mit den Legenden und Personen der griechischen Mythologie. So nahmen sie sich, unter anderen, der Themen und Geschichten des Trojanischen Kriegs, der Argonauten, des Herakles, Zeus, der Klytaimnestra, des Orestes, Ödipus und etlichen anderen mehr an.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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