Was wurde aus Petrus, und was hat er mit dem Petersdom zu tun?

Nun, obwohl Petrus Jesus – wie von Letzterem vorhergesagt (Matthäus Kap. 26; Vers 33-35) – dreimal verleugnet hatte (Matthäus Kap. 26; Vers 69-75), gab Jesus nach seiner Auferstehung sowohl Petrus, als auch den anderen zehn (der Verräter Judas gehörte nicht mehr dazu) Jüngern den Auftrag, sein und Gottes Wort aller Welt zu verkünden (Matthäus Kap. 28; Vers 18-20) – womit Petrus sich ganz besonders leidenschaftlich hervortat.

Missionstätigkeit

Petrus verstand sich als Nachfolger Jesus Christi, und missionierte fortan in Kleinasien und Atiochia (Antakya/Türkei). Irgendwann soll Petrus dann im Verlauf seiner Verkündungstätigkeit sogar nach Rom gekommen sein. Wie, auf welchem Weg und ob überhaupt, bleibt allerdings ungeklärt.

Märtyrertod

Egal! Hier in Rom, so die Legende, fand Petrus den Märtyrertod.

Mit dem Kopf nach unten, soll er auf dem Gebiet des heutigen Vatikan gekreuzigt worden sein.

Das könnte sich möglicherweise zwischen 64 und 67 n. Chr. zugetragen haben, und hätte somit, wenn´s stimmt, während der Regentschaft des römischen Kaisers Nero (*etwa 37/°68) stattgefunden.

Petersdom

Die vermeintliche Hinrichtungsstelle Petrus´galt den Christen schon bald als wichtiger Ort seiner Verehrung.

Dann, in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts, ließ Kaiser Konstantin der Große (römischer Kaiser von 306 bis 337) an dieser Stätte die Petersbasilika bauen, die wiederum 1506/07 – veranlasst durch Papst Julius II. (*1443/°1513) – abgerissen und in einer etwa einhundertzwanzig Jahre dauernden Bauzeit durch die Peterskirche ersetzt wurde.

Die Einweihung der heute auch Petersdom, Grabeskirche oder Sankt Peter genannten Kirche auf dem Petersplatz in Rom, fand schließlich im November 1626 durch Papst Urban VIII. (*1568/°1644) statt.

Autor: Manfred Zorn
Quelle: Weltreiche des Glaubens (Will Durant / Südwest Verlag München 1977)

 

 

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