Wer legte fest, dass Ostern an einem Sonntag gefeiert wird?

Angeblich war das Pius I.. Pius war um das Jahr 150 n. Chr. Bischof in Rom. Und er soll festgelegt haben, dass Ostern immer an einem Sonntag zu feiern ist. Endgültig bewiesen ist das aber nicht, denn zu Pius I. gibt es nur rudimentäre Quellen.

Einige dieser Quellen sprechen dafür, dass Pius I. zunächst Sklave war, und dann erst  später in der Christengemeinde Karriere machte. Das war zu dieser Zeit freilich noch ein gefährlicher Job, auch wenn Nero schon hundert Jahre tot war.

Einen Papst gab es damals übrigens noch nicht, dieses Amt tauchte erst um das Jahr 300 n. Chr. offiziell auf. Später dann, als viele weitere Piusse hinzukamen, wurde Pius I. in den Rang des ersten Pius-Papstes gehoben. Einige Historiker führen Pius I. sogar als den ersten Bischof von Rom. Streng katholisch betrachtet ist das aber natürlich Petrus, der etwa 100 Jahre zuvor gelebt haben soll. Posthum wurde Pius I. jedenfalls heilig gesprochen, sein Festtag ist der 11. Juli.

Autor: Dr. Jörg Zorn

 

Apropos Pius: Gab es da nicht auch einen, der nur ganz kurz Papst war?

 

 

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