Warum heißt der „Aschermittwoch“ eigentlich „Aschermittwoch“?

Der „Aschermittwoch“, der erste von vierzig Tagen (ohne Berücksichtung der sechs Sonntage) bis Ostern, stellt den Beginn der Fasten-, bzw. Passionszeit dar.

Dieses Datum beendet die zuvor von Ausgelassenheit, Fröhlichkeit und (häufig) reichlich Alkohol geprägte Karnevals-, Faschings- oder Fastnachtszeit.

Die im Jahre 1091 von Papst Urban II. (*um 1035/°1099) in Benevent festgelegte Fastenzeit von vierzig Tagen, hat ihren beziehungsreichen Bezug in der Bibel.

  • So ergoss sich die Sintflut über vierzig Tage,
  • Moses erhielt auf dem Berg Sinai die zehn Gebote, kam nach vierzig Tagen wieder runter, sah, dass das Volk Israel ums „Goldene Kalb“ tanzte und zerschlug vor berechtigtem Ärger darüber die Gebotstafeln, woraufhin die Israeliten vierzig Jahre durch die Wüste ziehen mussten, bevor sie das „Gelobte Land“ erreichten.
  • Und, vor seinem ersten "öffentlichen" Auftreten, fastete auch Jesus vierzig Tage in der Wüste.

Den Namen „Ascher“ erhielt der vierzig (nicht 46!) Tage vor Ostern kalendarisch festgelegte „Mittwoch“, weil die bußfertigen Gläubigen traditionell seit Papst Urbans II. (*1042/°1099) Direktive mit der aus Palmzweigen des Vorjahres gewonnenen Asche – als Symbol der Vergänglichkeit – „bestreut“ wurden („Asche auf mein Haupt“).

Heutzutage ist das fleischlose Speisen (Fasten) für katholische Christen nur noch am Aschermittwoch und Karfreitag verbindlich vorgeschrieben.

Autor: Manfred Zorn

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige