Was haben ein gewisser Bolle und Pfingsten miteinander zu tun?

Nichts! Außer, dass ein fröhlicher Berliner namens Bolle den nichts umhauen kann, im gleichlautenden Volkslied die Pfingsttage zu einer für ihn schlecht endenden Reise von Berlin nach Pankow nutzt („… Bolle reiste just zu Pfingsten …“), haben dieser rustikale Mensch und Pfingsten absolut nichts miteinander zu tun.

 

Bolle ist ein Suffkopf und Haudrauf.

Pfingsten dagegen ist ein christliches Fest, das seit nunmehr gut eintausendsiebenhundert Jahren exakt fünfzig Tage nach Ostern – jeweils zwischen dem 10. Mai und 13. Juni – von den Gläubigen begangen wird.

"Pentekosté heméra"

Der Begriff Pfingsten kommt aus dem Griechischen, heißt dort „Pentekosté heméra“, bedeutet „Fünfzig Tage nach Ostern“ und wird, was den religiösen Hintergrund angeht, in der Apostelgeschichte (2/1-47) des Neuen Testaments allegorisch als das Fest bzw. die Entsendung des „Heiligen Geistes“ an die Apostel beschrieben.

Pfingsten gilt den Christen als Geburtsstunde der Kirche und des Beginns der Verbreitung des christlichen Glaubens durch die Jünger in aller Welt.

"Pfingstwunder"

Aber, wie kam der „Heilige Geist“ zu den Menschen?

Nun, inhaltlich geht es in der vom Apostel Lukas geschilderten Geschichte um etwas Mystisches, nie zuvor Gesehenes, ja, geradezu um ein Wunder – das Pfingstwunder!

Denn, obwohl die zum Erntefest versammelten Menschen unterschiedlichster Herkunft und Sprache sind, erleben und verstehen sie schließlich und über alle Sprachgrenzen hinweg, dass es sich bei dem plötzlich einsetzenden Donnern, Tosen und vom Himmel stürzenden "Feuerzungen", um die von Gott veranlasste „Herabsendung“ des „Heiligen Geistes“ handelt.

"Dreifaltigkeit"

Zu Anfang erschrocken und irritiert, begreift die Menge aber schon bald, dass dieses Ereignis so etwas wie die "spirituelle" Ankunft des Sohnes Gottes (Jesus Christus) auf Erden darstellt, der nun für alle Zeit den Weg zu Gott weist.

Und, gemeinsam mit der rational nur schwer zu begreifenden Metapher des „Heiligen Geistes“, bilden Gott und Jesus im christlichen Glauben die sogenannte „Dreifaltigkeit“

  • „… im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes …“.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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