Warum findet Ostern eigentlich mal dann, mal dann statt?

Grundsätzlich beginnt alles mit dem Aschermittwoch. Das ist der Beginn einer vierzigtägigen Fasten- bzw. Passionszeit, die in der mit Palmsonntag beginnenden Karwoche am darauffolgenden Karsamstag (althdtsch.: „Kara“/„Kummer“, „Trauer“) endet.

Karwoche

Zuvor gibt es in dieser Woche allerdings noch den sogenannten

  • „Gründonnerstag“ (dessen Namensgebung zwar im Dunkeln liegt, Jesus aber mit seinen Jüngern noch einmal gespeist haben soll),
  • den „Karfreitag“ (dem Kreuzigungstag Jesu),
  • gefolgt vom Karsamstag („Osterfeuer“) und schließlich vom
  • Ostersonntag („Tag der Auferstehung Jesu Christi“),
  • dem Ostermontag und einer sich daran anschließenden fünfzigtägigen Osterzeit, die bis Pfingsten dauert.

"Beweglicher" Feiertag

Alle bis hierher genannten Tage, haben kein festes kalendarisches Datum. Auch Ostern nicht.

Denn, obwohl das Osterfest sozusagen der Dreh- und Angelpunkt dieser (bis auf Aschermittwoch, Gründonnerstag und Karsamstag) gesetzlichen Feiertage ist, hängt die eigentliche (bewegliche) Datierung vom ersten sogenannten Frühlingsvollmond – und somit vom darauf folgenden ersten Sonntag – ab.

Und, da sich dieser Mond in jedem Jahr zu unterschiedlichen Zeiten, auf jeden Fall aber zwischen dem 22. März und 25. April, einstellt, findet Ostern, immer wechselnd, innerhalb dieses Zeitraumes statt.

Konzil von Nicäa

Zum ersten Mal beschlossen, wurde diese Festlegung 325 auf dem von Kaiser Konstantin I. (*etwa um 280/°337) einberufenen ersten Konzil von Nicäa, bekam dann aber aufgrund der von Papst Gregor XIII. (*1502/°1585) veranlassten Kalenderreform („Gregorianischer Kalender“) eine, wenigstens geringfügig, festere Struktur.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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