Was führte zu Luthers Ächtung und zur Reichsacht?

Staat und Kirche waren zu Luthers Zeit eng verbunden. Beide betrachteten sich als von Gott eingesetzter Herrschaftsapparat. Allerdings hielt sich die Kirche als über dem Staat stehend.

Martin Luther (*1483/°1546) dagegen empfand die Kirche als nicht sonderlich an der Erfüllung ihrer Pflichten interessiert.

Seiner Meinung nach müsse sich daher der Staat einer notwendigen Reform der Kirche annehmen.

Darüber hinaus hielt er von den sieben katholischen Sakramenten nur zwei für relevant, da die anderen fünf im Neuen Testament nicht nachzuweisen seien.

Als er dann noch eins drauf setzte, und nicht ausschließlich dem Klerus die Unterweisung des rechten Glaubens zubilligte, sondern einzig Gottes Wort (also die Bibel) als dem Glauben verbindlich festschrieb, erfolgte Luthers Exkommunikation durch Papst Leo X. (*1475/°1521).

Wenige Wochen nach dem Reichstag zu Worms 1521, unterstrich der habsburgische Kaiser Karl V. (*1500/°1558) mit seinem Wormser Edikt die Ächtung Luthers, indem er die Reichsacht über ihn verhängte.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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