Was ist unter der „Römischen Frage“ zu verstehen?

In den auf die „Pippinische Schenkung“ (um 756 n. Chr.) folgenden Jahrhunderten erweiterte die römische Kirche ihren Landbesitz beträchtlich.

Erst im Laufe der revolutionären Bewegungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Italien wurde auch im Kirchenstaat die Republik ausgerufen.

Mit der endgültigen nationalen Einigung Italiens durch König Viktor Emanuel II. 1870 blieben der Kirche lediglich etwa 44 Hektar Grund und Boden in der Mitte Roms. Seitdem bestand ein als „Römische Frage“ bezeichneter Disput mit gravierenden Meinungsverschiedenheiten zwischen italienischem Staat und dem Vatikan.

Diese so genannte „Römische Frage“ wurde erst sechzig Jahre später vertraglich in den Lateranverträgen geregelt.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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