Wann und von wem wurde der Zölibat konkretisiert?

Konkretisiert wurde der Ehelosigkeitsgedanke für katholische Priester im 4. Jh. auf der Synode von Elvira (Spanien). Dort beschlossen die versammelten Kirchenleute, dass Bischöfen, Priestern und Diakonen jeglicher eheliche Verkehr bei Strafe untersagt sei.

Etwas später predigten Papst Gregor I. und, noch etwas später, der Mönch und spätere Bischof von Mainz, Frauen grundsätzlich als Gefahr zu betrachten und Vorsicht vor den Ehefrauen walten zu lassen. Obwohl dieses Dekret mit drakonischen Strafen – Auspeitschung und mindestens zweijähriger Kerkerhaft – belegt war, war zu der Zeit (etwa um das Jahr 1000) immer noch eine Vielzahl der Priester im Ehestand.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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