Patriarchate

Was bedeutet der Begriff „Patriarch“?

Als die ersten Patriarchen (griechisch: „Pater = Vater“ und „archein = herrschen, Erster sein“) des Alten Testaments gelten Abraham, Isaak und Jakob mit seinen Söhnen. Mit der Ausbreitung des christlichen Glaubens mussten eine Vielzahl von Verwaltungsämtern gebildet werden, deren obersten Amtsinhabern der Titel "Patriarch" gegeben wurde.

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Was bedeutet „Patriarch von Konstantinopel“?

Im Gegensatz zum Papst, der sich als direkter Nachfolger des Apostel Paulus sieht, beruft sich der Patriarch von Konstantinopel (heute: Istanbul) auf den Apostel Andreas, der noch heute von orthodoxen Christen als erster Bischof von Konstantinopel verehrt wird.

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Gibt es das "Patriarchat von Konstantinopel" heute immer noch?

Durchaus! Der Patriarch von Konstantinopel ist heute nicht nur Oberhaupt aller orthodoxer Christen in der Welt, sondern nennt sich gleichzeitig auch „Ökumenischer Patriarch“.

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Warum und seit wann gibt es das „Patriarchat von Jerusalem“?

Seit Christi Zeiten ist die „Heilige Stadt Jerusalem“ für das Christentum von außerordentlicher Bedeutung, gilt sie doch als Urgemeinde aller Christen.

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Gab es eine Sonderstellung des „Jerusalemer Patriarchats“?

Ja, gab es.

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Warum verlor das „Patriarchat von Jerusalem“ schließlich an Bedeutung?

Die so genannte byzantinische Zeit in Jerusalem/Palästina endete im 7. Jh. durch die Eroberung der Perser (um 614 n. Chr.) und der Araber (um 638 n. Chr.). Beide „Besatzer“ hinterließen eine immense Zerstörung sakraler und weltlicher Bauten.

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Wann und warum musste das „Orthodoxe Patriarchat“ Jerusalem verlassen?

Mit der blutigen Eroberung Jerusalems durch die Kreuzritter im Jahr 1099 und der damit verbundenen Errichtung des Königreichs Jerusalem, zog sich das „Griechisch-Orthodoxe Patriarchat“ aus der Stadt zurück und floh ins Exil nach Konstantinopel (= Istanbul).

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Welche Folgen hatte die Flucht aus Jerusalem für den Patriarchen?

Nach seiner Flucht verlor der orthodoxe Patriarch von Jerusalem über Jahrhunderte seine Eigenständigkeit.
Die von ihm bis dahin wahrgenommenen Aufgaben in der Betreuung orthodoxer Christen im Heiligen Land, wurden nun vom Patriarchen von Konstantinopel übernommen.

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Was ersetzte das „Orthodoxe Patriarchat“ in Jerusalem?

Nach der Flucht des „Griechisch-Orthodoxen Patriarchats“ vor den Kreuzrittern (1099) ins Exil nach Konstantinopel, wurde in Jerusalem stattdessen die Institution eines „Lateinischen (römisch-katholischen) Patriarchats“ geschaffen.

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Wann kam es wieder zu einer Erneuerung des „Patriarchats von Jerusalem“?

Während das „Patriarchat von Jerusalem“ im Zuge der wechselvollen Geschichte der Stadt und des Heiligen Landes durch mehrfache Eroberungen (Kreuzritter, Seldschuken, Mamelucken und Osmanen) mehr und mehr an Geltung und Gewicht verloren hatte, kam es Mitte des 19. Jh. zu einer Erneuerung sowohl des „Lateinischen“, als auch des „Orthodoxen Patriarchats“.

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Wer unterstützte die Erneuerung des „Patriarchats von Jerusalem“?

Im Jahr 1847, Jerusalem stand immer noch unter osmanischer Herrschaft, wurde das „Lateinische Patriarchat“ mit tatkräftiger Hilfe und Unterstützung Russlands, Preußens, Frankreichs und Englands wiedererrichtet.

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Was bedeutet „Patriarchat von Jerusalem“ heute?

Heute sind in Jerusalem Patriarchen mehrerer christlicher Kirchen vertreten.

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Was bedeutet „Ökumenischer Patriarch“?

Der Titel „Ökumenischer Patriarch“ ist eine zusätzliche Bezeichnung des Patriarchen (Erzbischofs) von Konstantinopel (heute: Istanbul), der ihm bereits 595 n. Chr. zugesprochen wurde.

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Was macht ein „Ökumenischer Patriarch“?

Der „Patriarch von Konstantinopel“ ist in Kirchenfragen verantwortlich für die gesamte Orthodoxie.

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