Wer gilt eigentlich als erster Papst?

Das war/ist ein Fischer namens Simon, der – entsprechend des „Neuen Testaments“ – von Jesus Christus als einer der Ersten in den Kreis der zwölf Apostel aufgenommen wurde und von ihm den Namen Petrus erhielt.

Petrus (griech.= Fels) deswegen, weil Jesus (sinnbildlich) „auf ihm“, dem „Fels“, die christliche Kirche gründen wollte.

Da Petrus im Neuen Testament als wichtigster Apostel Jesus Christus´ genannt wird, führt die katholische Kirche die auf ihn per heute (2017) folgende Riege der gut 266 Päpste (incl. Papst Franziskus ab 2013, aber ohne 42 Gegenpäpste) auf diesen – als „erster Bischof von Rom“ apostrophierten – Apostel zurück.

Dabei gilt der Kirche u.a. das Matthäus-Evangelium Kap. 16; Vers 18-19 als Legitimation.

Allerdings soll Petrus diesen Titel (Bischof von Rom/Papst) zu Lebzeiten nie getragen haben. Ohnehin ist in den einschlägigen Quellen nicht eindeutig auszumachen, ob Petrus überhaupt jemals in Rom gewesen ist.

Wie auch immer!

Fakt bleibt, dass Petrus nach Auffassung der katholischen Kirche zur Zeit des römischen Kaisers Nero (*etwa 37/°68 n. Chr.) auch in Rom das Evangelium leidenschaftlich gepredigt haben soll. Grund genug, dass Petrus im Laufe der Jahrhunderte nicht nur zum „ersten Bischof von Rom“ (Papst), sondern auch – volkstümlich betrachtet – zum Concierge des Himmels avancierte.

Und trotz modernster Wetterbeobachtungen sowie ausführlichster TV-Wetterberichte, wird Petrus noch heute immer gern für das Wetter verantwortlich gemacht ...

Autor: Manfred Zorn
Quelle: Weltreiche des Glaubens (Will Durant / Südwest Verlag München 1977)

 

 

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