Wie viele deutsche – und lateinamerikanische! – Päpste gab es bisher?

Unter den bisher (2017) „legitimen“ 266 Päpsten (38/42 bis ins ausgehende Mittelalter wirkende Gegenpäpste nicht berücksichtigt) der Geschichte, spielen die als „deutsch“ bezeichneten acht Päpste:

  • Bruno von Kärnten – als Gregor V. Papst von 996 bis 999 (2 J./10 M.),
  • Graf Suitger von Morsleben und Hornburg – als Clemens II. Papst von 1046 bis 1047  (9 Monate),
  • Poppo der Bayer aus fränkisch-beyerischem Adel – als Damasus II. Papst für vierundzwanzig Tage,
  • Graf Bruno von Egisheim-Dagsburg – als Leo IX. Papst von 1049 bis 1054 (5 J./2 M.),
  • Bischof Gebhard von Eichstätt – als Viktor II. Papst von 1055 bis 1057 (2 J./3 M.),
  • Friedrich von Lothringen – als Stephan IX. Papst von 1057 bis 1058 (knappe 8 Monate),
  • Adriaan Florisz Boeyens aus dem heute niederländischen Utrecht – als Hadrian VI. Papst von 1522 bis 1523 (1 J./8 M.),
  • Joseph Alois Ratzinger – als Benedikt XIV. Papst vom 19. April 2005 bis Ende Februar 2013 (knapp 8 Jahre),

mit drei Prozent gewiss nur eine untergeordnete Rolle.

Aber, auch wenn man immerhin zweitausend Jahre seit des ersten Bischofs von Rom (Simon Petrus; 33 n. Chr. erster Papst) zugrunde legt, sieht das Pontifikat deutscher Päpste im Vergleich zu Lateinamerika zahlenmäßig doch noch recht ordentlich aus.

Denn mit Jorge Mario Bergoglio (*1936), der am 13. März 2013 im fünften Wahlgang zum Nachfolger Benedikts XVI. (*1927) gewählt wurde, steht – als Papst Franziskus – zum ersten! Mal ein Südamerikaner (Argentinien) der römisch-katholischen Kirche vor.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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