„Habemus Papam“ – was bedeutet das eigentlich?

Ist ein neuer Papst in der Abgeschiedenheit des Konklaves in der Sixtinischen Kapelle mit einer Zweidrittelmehrheit der wahlberechtigten Kardinäle gewählt, hat er die Wahl angenommen und seinen Papstnamen genannt, werden die Stimmzettel verbrannt.

Weißer Rauch und Glockenklang

Damit der Rauch für die auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen und sonstigen Interessierten (Medien) auch wirklich als „weißer Rauch“ zu erkennen ist, werden dem Verbrennungsprozess dafür geeignete Materialien (Chemikalien) zugefügt.

Gleichzeitig läuten die Glocken des Petersdoms.

Vorstellung und Ansprache

Dann, der neue Papst ist inzwischen in päpstliches Weiß gekleidet, tritt der Kardinalprotodiakon auf die Mittelloggia des Petersdoms und verkündet in lateinischer Sprache:

  • „… Habemus Papam …“ („… Wir haben einen Papst …“).

Auf den Kardinalprotodiakon folgt der neue Papst, spricht zu den Gläubigen und schließt seine Ansprache/Gebet mit dem apostolischen Segen:

  • „Urbi et Orbi“ ("... der Stadt und dem Erdkreis"), das ist der Segen, den der Papst auch zu Ostern und Weihnachten erteilt.

PS

Kardinalprotodiakon = dienstältester Kardinaldiakon. Das ist – nach den Kardinalbischöfen und Kardinalpriestern – die sogenannte "dritte" Kardinalsstufe.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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