Was ist der Buddhismus?

Der Buddhismus ist mit etwa 400 Millionen Anhängern eine der fünf wesentlichen Weltreligionen, und ist auf ihren historischen Gründer Buddha (Erwachter) zurückzuführen.

Buddha ist der Ehrentitel des Siddhártha Gautama, der etwa von 560 bis 480 v. Chr. in Nordostindien gelebt haben soll. Er ist weder ein Gott noch dessen Verkörperung, sondern ein Mensch, der – allen anderen Menschen gleich – ebenfalls von Krankheit, Alter und Tod betroffen ist. Diese Einsicht ließ Buddha am Sinn seiner bisherigen Lebensweise zweifeln.

 

Der Legende zufolge verließ er seine begüterte Familie und machte sich auf, um in der weiten Welt die Wahrheit allen Seins zu suchen. Endlich, im siebten Jahr seiner Enthaltsamkeit und Zurückgezogenheit, saß er eines Nachts unter einem Feigenbaum, dachte angestrengt nach und empfing schließlich die Erleuchtung.

Wieder zurück in Indien sammelte er eine buddhistische Gefolgschaft um sich und gab seine Erkenntnisse, die weniger auf intellektueller Auslegung oder theoretischen Ideen beruhen, sondern vielmehr ethische Grundsätze und sittliches Tun anstreben, an die Menschen weiter.

Buddha hat keinerlei schriftliche Ausführungen hinterlassen. Seine Mahnungen, Einlassungen und Aussagen wurden von Generation zu Generation weitergegeben und möglicherweise auch verändert. Geblieben ist aus all dem aber die Bedeutung der buddhistischen Lehre, wonach der Mensch im Wesentlichen gehalten ist, sich moralisch zu vervollkommnen, alles Böse zu meiden und Gutes zu tun.

Nach dem Tod Buddhas war es Kaiser Ashoka aus der altindischen Maurya-Dynastie, der im 3. Jh. v.Chr. dem Buddhismus zu großer Anhängerschaft verhalf. Im Laufe der Zeit wurde der Buddhismus in Indien zurückgedrängt, verbreitete sich dagegen zunehmend in China und Japan. Neben diesen beiden Ländern ist der Buddhismus heute am stärksten in Kambodscha, Taiwan, Thailand, Tibet und Vietnam verbreitet.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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