Was ist das „Nirwana“?

Das Leben ist eines der Schwersten. Es ist nicht immer ausgeglichen und fröhlich, sondern natürlich auch leidvoll. Es wird von Schmerzen begleitet, ist vergänglich und auch der erfolgreichste Glückspilz muss eines Tages sterben.

Der buddhistischen Lehre nach kann dieses Leid nur behoben werden, wenn jegliche Art von negativen Leidenschaften, wie zum Beispiel Hass oder Gier, beseitigt werden. Das ist aber nur schrittweise im Laufe der Zeit durch Wiedergeburten möglich.

Hat sich ein Einzelwesen erfolgreich durch eine Vielzahl verschiedenster Daseinsformen gekämpft, werden die Bedingungen weiterer Wiedergeburten immer besser.

Schließlich und endlich soll – so heißt es – nach diesem beschwerlichen Weg die völlige Ruhe und (in diesem Fall nicht abwertend gemeint) Leidenschaftslosigkeit erreicht sein. Mit seinem Tod ist man dann für immer von jeder Wiedergeburt erlöst und geht nun in die ewige Ruhe des Nirvána (des Erlöschens; auch: Nirwana) ein.

Kurz gesagt: Nirwana ist nicht dem christlichen Himmel gleichzusetzen, sondern bedeutet so etwas wie völlige Ruhe oder das Erlöschen aller menschlichen Triebe – was aber ein Buddha durch Meditation bereits im Diesseits erreichen kann.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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