Was ist Hinduismus?

Genau genommen ist der Begriff Hinduismus geografischen Ursprungs.

Denn als zwischen 2500 bis 1700 v. Chr. aus Zentralasien eindringende Nomadenstämme nach Nordindien kamen, trafen sie auf ein dort am Fluss Indus lebendes Volk, dem sie den Namen Hindus gaben.

Aus der Vermischung beider Kulturen mit unterschiedlichen religiösen Sitten und Gebräuchen, entwickelte sich im Verlauf der Jahrhunderte die Religion der Hindus.

Der Hinduismus ist weder in Wort und Gedanken eines einzelnen Glaubensstifters festgehalten, noch gibt es fest umrissene Dogmen.

Unter einer Vielzahl von Göttern gelten als die wichtigsten von ihnen Brahma (der Schöpfer), Vishnu (der Erhalter) und Shiva (der Zerstörer).

Obwohl der Hinduismus also eine Heerschar möglicher Verehrungsobjekte bietet, erlaubt er dem Gläubigen gleichzeitig unbegrenzt Mittel und Wege, um das jeweils individuelle Heil zu erlangen. Der Idee nach will der Hinduismus als „ewige Religion (sanatana dharma)“ in einer sich ständig verändernden Welt gesehen werden, die fortwährend aufs Neue zu interpretieren ist.

Das Ziel ist letztendlich die Erlösung des Menschen sowie damit verbunden die Beendigung des Kreislaufs seiner Seelenwanderungen. Mit diesen Seelenwanderungen kann er – je nach Lebensführung – entweder als Mitglied einer der so genannten Kasten, oder auch als Tier ununterbrochen neu geboren werden.

Der Hinduismus gilt als älteste aller Religionen und ist heute mit etwa neunhundert Millionen Anhängern vor allem in Indien verbreitet.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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