Waren die „Sikhs“ Verfolgungen ausgesetzt?

Ja, mehrfach!

  • Im frühen 18. Jh. wurden die Sikhs in Indien von den muslimischen Maghal-Herrschern aus ihrem angestammten Gebiet vertrieben.
  • Im Jahre 1919 kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den englischen Kolonialherren. Es kam zum ersten Massaker von Amritsar.
  • Im Jahre 1947, nach der Unabhängigkeit Indiens und der Abspaltung Pakistans, wurde den Sikhs die Gründung eines eigenen Staates durch die Nachfolgeregierungen der beiden Länder verwehrt.
  • Im Jahre 1966 wurden die Grenzen des Punjab (Pandschabs) neu festgelegt. Ein neuer  indischer Staat mit einer Sikhs-Mehrheit entstand – aber eben kein eigener.
  • Im Jahre 1984 kämpften militante Sikhs erfolglos gegen das indische Militär. Für dieses zweite Massaker wurde die Premierministerin Indira Gandhi verantwortlich gemacht und ermordet.

Erst gegen Ende der 90iger Jahres des 20. Jahrhunderts ließen die gewalttätigen und blutigen Auseinandersetzungen nach, und die Sikhs national und international anerkannt.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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