Was ist eine Moschee?

Die Moschee gilt als frühester Kultbau des Islam und bezeichnet in der arabischen Sprache (masdschid) einen Ort der Niederwerfung, beziehungsweise der Anbetung.

Obwohl ein Hadith die ganze Erde als Moschee, als Ort des Betens, erklärt, ist der Islam nicht nur ein individuelles Bekenntnis, sondern das der Gesamtheit der Gläubigen. Er benötigt daher durchaus eine Stätte für das gemeinsame Gebet.

Vorbild aller Moscheen ist die Moschee des Propheten Mohammed in Medina. Das war ursprünglich ein nach der Kaaba in Mekka ausgerichteter schlichter Platz, umgeben von einer Mauer.

Im Zuge der Ausbreitung des Islam in den Jahrhunderten nach Mohammed wurden in den neu gewonnenen Städten vorgefundene Kultbauten zum Teil dem islamischen Ritual angepasst. Die architektonischen Besonderheiten dieser konfiszierten Gotteshäuser führten aber auch zu einer ästhetischen Umgestaltung späterer Moscheen.

Wesentliche Elemente einer Moschee sind heute der große Gebetsraum, eine reich ausgestattete Nische (Mihrab) an der nach Mekka ausgerichteten Wand und das Minarett. Letzteres ist ein Turm, von dem der Muezzin fünfmal am Tag zum Gebet ruft.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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