Wer war Abraham – und welche Bedeutung wird ihm beigemessen?

Die Geschichten um Abraham lassen sich im ersten Buch Moses, Kapitel 12 bis 25, nachlesen. Danach wurde er in Ur, einer Stadt in Mesopotamien (heute Irak), etwa um 2000 v. Chr. geboren.

Da es sein Los war, Familie und Heimat früh zu verlassen, zog er rastlos durch die verschiedensten Länder. Schließlich begab er sich auf Gottes Rat hin nach Kanaan im Gelobten Land (heute Palästina), wo er für eine Stellung als Führer eines großen Volkes vorgesehen war. Nach langer Kinderlosigkeit schenkte ihm Sarah, seine Frau, im hohen Alter doch noch einen Sohn, den sie Isaak nannten und sehr liebten.

Leider bekam er aber von Gott den Auftrag, Isaak zu opfern. Es sollte eine Probe für Abrahams Glauben an Gott sein. Bevor er diesem Befehl entsprechen konnte, hinderte ihn ein Engel an der Ausführung. Die Tatsache, dass Abraham im Grunde genommen durchaus bereit gewesen wäre, Gottes Befehl zu befolgen, wird im Juden- und Christentum seither als Beleg und Musterbeispiel für den ausschließlichen Glauben an Gott verstanden.

Da Abraham auch im Islam als bedeutend gilt, weil er sich als erster Mensch dem Willen Allahs beugte und als Vorfahr Mohammeds angesehen wird, berufen sich alle drei monotheistischen Religionen – Juden, Christen und Moslems – seither auf Abraham als so genannten Urvater ihres Glaubens.

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige