Reichskirche – was bedeutet das?

Der Begriff Reichskirche umfasste im Heiligen Römischen Reich die Gesamtheit kirchlicher Institutionen, also Bistümer, Abteien, Stifte, Pfarreien und Kapellen.

Der Beginn der so genannten Reichskirche ist zur Zeit Konstantins des Großen (*272/°337 n. Chr.) zu sehen, der 313 als erster christlicher Kaiser die Kirche anerkannte, unterstützte und in das Römische Reich eingliederte.

Im Jahr 380 erhob Theodosius I. das Christentum zur Staatsreligion, die unter dem Schutz und Einfluss weltlicher Herrscher stand.

Um das Reich effizienter verwalten zu können, wurde die Reichskirche später vor allem von den Ottonen (9/10. und frühes 11. Jh.) herangezogen. Weltliche und kirchliche Macht gingen eine enge institutionelle und personelle Verbindung ein.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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