Wer oder was sind Methodisten?

Die zwischen 1729 und 1735 ursprünglich in England von John und Charles Wesley sowie George Whitefield gegründete Kirche der Methodisten, ist heute in den Vereinigten Staaten von Amerika mit der „United Methodist Church“ die mitgliederstärkste evangelisch-methodistische Glaubensgemeinschaft – gefolgt von Ablegern in Afrika, Europa, den Philippinen und Südamerika.

Die Bibel im Mittelpunkt

Im weitesten Sinne unterliegt die nach wie vor missionarisch betriebene methodistische Religionsauslegung den Einflüssen des Puritanismus (lat.: „puritas“-„Reinheit“), einer Form der Religiosität, die ausschließlich Gottes Wort, also die Bibel, und nicht nur allgemeines Wohlmeinen und gute Taten in den Mittelpunkt stellt.

Gotteshäuser, Laien, Mitgliedschaft

Die Gotteshäuser sind schlicht gehalten, im Gottesdienst wird auf die Rituale der etablierten Kirchen verzichtet, neben Geistlichen (Pfarrern) dürfen/können durchaus auch Laien das Wort ergreifen und die Taufe gilt nicht als allein selig machendes Kriterium einer Mitgliedschaft.

Mitstreiter kann nur derjenige werden, der sich als Erwachsener ganz bewusst dem Gemeindeleben der methodistischen Kirche verschreibt.

Engagement in der Ökumene

Im Übrigen schreiben die Methodisten keineswegs einen – im grundsätzlichen Gegensatz zu den allgemein vorherrschenden Konfessionen stehenden – eigenständigen theologischen Weg vor, sondern engagieren sich in der Ökumene, stehen anderen Religionsgemeinschaften offen gegenüber, bemühen sich um gegenseitiges Verständnis aller Konfessionen und halten bedingungslos soziales Wirken und Tun ihrer Mitglieder für einen unabdingbaren Teil christlichen Lebens.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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