Wer oder was sind eigentlich die „Quäker“?

Die Gemeinschaft der Quäker (auch: „Religious Society of Friends“), deren gesellschaftliche Bedeutung sich nicht unbedingt an der Mitgliederzahl ablesen lässt (weltweit um die dreihunderttausend, davon in den USA etwa einhunderttausend und in Großbritannien circa sechzehntausend Mitglieder), wurden im 17. Jahrhundert von einem gewissen George Fox in England gegründet.

Der Name „Quäker“

stammt aus dem Englischen, bedeutet soviel wie „quake“ („zittern“) und ist auf das Erscheinungsbild ihrer ab und an rauschhaft, hymnisch, ja, geradezu euphorisch wirkenden Zusammenkünfte zurückzuführen, war also ursprünglich als Spottname gedacht, ist aber heute im allgemeinen Sprachgebrauch verankert.

Für Demokratie, gegen Sklaverei

Im Verlauf der Emigration aus Glaubensgründen im 17. Jahrhundert, kamen die Quäker mit den sogenannten Pilgervätern (um 1620) in die „Neue Welt“.

Von Beginn an, trugen sie – mit ihrem Eintreten für Gleichheit, Gerechtigkeit, Empathie (Mitgefühl, Verständnis gegenüber anderen) und Toleranz in Gewissens- und Glaubensfragen – maßgeblich zur Entstehung der sich in den Vereinigten Staaten herausbildenden Demokratie bei.

Quäker sind gegen Krieg, bestreiten noch heute Friedensdemos und treten seit je her gegen die Sklaverei ein.

Woran glauben die Quäker?

Kurz gesagt: Geistliche, die Sakramente sowie eine formale Liturgie kommen in den Gemeinden und ihren Versammlungen nicht vor.

Quäker glauben an das „innere Licht“ in jedem Menschen. Durch gemeinsames Schweigen in stiller Andacht, suchen die Quäker den direkten Kontakt, die direkte Zwiesprache, mit Gott:

  • „... bis der Heilige Geist ein Gemeindemitglied zum Sprechen bewegt ...“

Autor: Manfred Zorn
Quelle: „Religionen der Welt“ (Philip Wilkinson/Dorling Kindersley Verlag GmbH., München“)

 

 

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