Was ist unter dem Begriff „Presbyterianer“ zu verstehen?

"Presbyterianer" werden die Anhänger aller reformierten Kirchen genannt, die sich als ursprünglich angelsächsischer Zweig (wie auch Lutheraner, Täufer und Anglikaner) auf die Religionsauslegung Johannes Calvins berufen.

Kirchenordnung

Ihre Kirchenordnung ist in der sogenannten Presbyterialverfassung niedergelegt, die – im Grunde eine kollegiale Leitungsfunktion vorsehend –

  • einen gewählten Kirchenvorstand, den Presbyter (griech.: „der Ältere“) beziehungsweise den Vorstand einer Gemeinde festlegt (einen Bischof im Sinne der „etablierten“ Kirchen gibt es nicht) und sich im Übrigen
  • am Neuen Testament (in erster Linie „der Verkündigung“ sowie „der Austeilung des Abendmahls) orientiert.

Wo sind "Presbyterianer" vertreten?

Bedeutende presbyterianische Gemeinden gibt es – unter anderem – in Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland und besonders in den USA, wohin es sie bereits im 17. Jahrhundert als Auswanderer aus England und Schottland – überwiegend an die Ostküste (u.a.: Pennsylvania, North- und South Carolina, Virginia) aber auch in den Mittleren Westen (u.a.: Iowa, Nebraska, Delaware, South Dakota, Kansas), verschlagen hatte.

"Presbyterian Church"

Heute gehört, neben einigen kleineren Gemeinden, die „Presbyterian Church“ zu der Bedeutendsten in den Vereinigten Staaten.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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