Wann kamen die „Amischen“/„Amish People“ nach Amerika?

Etwa zur Mitte des 17. Jahrhunderts spalteten sich die Mennoniten von der Reform- und Täuferbewegung ab. Um 1693 trennte sich wiederum ein gewisser Jakob Ammann (*um 1656/°1730) von den Mennoniten, und gründete im Elsass eine Glaubensgemeinde, die wenige Jahre später – als „Amische“ – nach seinem Namen benannt wurde.

Beide Religionsgemeinschaften, die der Mennoniten und die der „Amischen“, verstehen sich als  protestantische Freikirche, die auf der Täuferbewegung der Reformationszeit basiert, das heißt, sie lehnen die Kindstaufe ab, und praktizieren stattdessen die Taufe „religionsmündiger“ Gläubiger.

Aufgrund von Verfolgung, Vertreibung und Enteignung zuerst im Elsass, der Schweiz und der Pfalz, dann auch in Lothringen und dem Saarland, emigrierten die „Amischen“ während der Jahre 1720 bis 1730 zunehmend in die heutigen USA, vornehmlich nach Pennsylvania, Ohio und Indiana.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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