Welche Rolle spielt Religion/Religiosität in den USA?

Religion/Religiosität spielt in den Vereinigten Staaten von Amerika eine unverkennbar große Rolle.

Wie alles begann

Die ersten – heute als bekannt geltenden – "Entdecker" des amerikanischen Kontinents (z.B.: Wikinger, Christoph Columbus) sowie auch die 1620 mit der Mayflower "eingewanderten" Pilgerväter ("Pilgrim Fathers") einmal außen vor gelassen, zogen die USA – spätestens nach der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien (1776) vom Mutterland – zunehmend Menschen an, die sich in ihrem Heimatland wegen ihres Glaubens verfolgt fühlten, und in der „Neuen Welt“ ihrer freiheitlichen Religionsausübung folgen wollten und auch konnten.

Bill of Rights

Noch heute mischt sich der Staat traditionell („Bill of Rights“) nicht in die wie auch immer angelegte Religiosität seiner Bürger ein.

Kirche und Staat sind streng getrennt. Kirchensteuer wird nicht erhoben. Der Vielfalt der Religionsausübung, und damit der Gründung unzähliger „Kirchen“, sind keine Grenzen gesetzt.

"Ein feste Burg ist unser Gott" (Martin Luther)

In einem Land, indem ein soziales Netz, Sportvereine u.ä.m. – wie zum Beispiel in Deutschland – nicht gegeben sind, übernehmen in den USA die Glaubensgemeinschaften (zu denen sich heute etwa 80% der Bevölkerung bekennen) diesen Platz sozialen und kommunikativen Austauschs ihrer Mitglieder.

So werden unter anderem Jugendarbeit, die Vermittlung kultureller Werte, Ausflüge, Barbecues, eine Sozialfürsorge in Freiwilligenarbeit und Hilfestellung bei Alltagsaufgaben jeglicher Art sowie die Organisation wohltätiger Aktivitäten angeboten.

Manchmal, und das wird absolut nicht als verwerflich angesehen, ist die Religionsgemeinschaft auch der Ort, an dem sich Seilschaften zur Unterstützung auf der Karriereleiter eines Glaubensangehörigen bilden.

Fazit

Die Kirchen/Glaubensgemeinschaften in den USA, welcher Colour auch immer, sind mit der angebotenen Freizeitgestaltung und dem sozialen Engagement von großer Bedeutung für das gesellschaftliche Leben der Amerikaner.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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