Wie kam die Religion nach (Nord)Amerika?

Die christlichen Religionen kamen mit der Entdeckung Amerikas auf den amerikanischen Kontinent.

 

Wer zuerst dort war

Grundsätzlich lebten dort – in den heutigen Vereinigten Staaten von Amerika – erwiesenermaßen die Ureinwohner, die Indianer ("Native Americans").

Die sahen, so heißt es, in jedem Naturereignis, zum Beispiel Blitz, Donner, Regen, Dürre und Wind, mächtige Geister, also gewissermaßen übersinnliche Kräfte. Darüber hinaus sollen sie, die Indianer, in jedem Lebewesen und/oder jedem Gegenstand eine Seele („Manitu“) vermutet haben.

Beides, sowohl der Glaube an eine überirdische "Göttlichkeit" der Natur im Allgemeinen als auch im Besonderen im Individium selbst, scheint – so ist anzunehmen – weitestgehend den Lebensrhythmus der Indianer bestimmt zu haben.

Entdeckung, Kolonisierung (und Missionierung)

Dann kamen Christoph Kolumbus (1492), Amerigo Vespucci (zwischen 1499 und 1504), etliche andere (z.B. im 16. Jahrhundert die spanischen und portugiesischen Konquistadoren) und – last, not least – die so genannten Pilgerväter ("Pilgrim Fathers").

Auf diese, 1620 mit der "Mayflower" ins Land der (damals noch) unbegrenzten Möglichkeiten gekommenen pietistisch-puritanisch geprägten Europa-Flüchtlinge, ist offensichtlich die sich im Laufe der darauf folgenden Jahrhunderte entwickelnde Glaubensvielfalt in den USA zurückzuführen.

GlaubensausĂĽbung in Freiheit

Diese Leute, die "Pilgrims" – später gefolgt von Quäkern, Amishen, Baptisten und anderen – hatten, um der Verfolgung auf Grund ihrer religiösen Überzeugungen zu entgehen (damals dominierten in Europa die Staatskirchen), im 17. Jahrhundert ihren europäischen Wurzeln den Rücken gekehrt, um ihrem Glauben in der „Neuen Welt“ freiheitlich nachgehen zu können.

Da aus der Sicht dieser frĂĽhen Einwanderer Staatskirchen als Synonym der UnterdrĂĽckung galten, sahen sie die gewonnene Freiheit, die die neue Heimat versprach, auch als Freiheit in der AusĂĽbung ihrer GlaubensĂĽberzeugung.

"Bill of Rights"

Dieses Recht auf Religionsausübung jeglicher Colour, wurde dann 1791 im 1. Zusatzartikel der „Bill of Rights“ fester – und bis heute unverrückbarer – Bestandteil der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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