Was ist/war eigentlich die “Mayflower”?

„Mayflower“ ist der Name des Schiffes, das die – seit Mitte des 19. Jahrhunderts „Pilgrim Fathers“ (“Pilgerväter“) genannten – englischen Auswanderer 1620 in Southampton/England zur Überfahrt nach Amerika gechartert hatten.

 

Southampton

Die Pilgerväter waren eine extrem puritanisch orientierte Gruppierung,

  • der die Reformen der "Church of England" nicht weit genug gingen,
  • sich daher von der englischen Staatskirche lossagte,
  • sich für zwölf Jahre in den Niederlande niederließ,

um dann, im September 1620, von Leiden (Leyden/Niederlande) über Southampton mit der o. gen. „Mayflower“ in See zu stechen.

Plymouth/Massachusetts & Thanksgiving

Nach einer wenig komfortablen Überfahrt (die, wie sich jeder vorstellen kann, absolut nichts mit heutigen Kreuzfahrten zu tun hatte), legten die „Glaubenflüchtlinge“ Mitte Dezember 1620 in der Bucht von Plymouth/Massachusetts an.

Die Mayflower-Pilgrims waren zwar nicht die ersten europäischen Siedler auf dem Gebiet der späteren USA,

  • – die tatsächlich ersten Gründer einer Siedlung 1607 in Jamestown/Virginia (benannt nach König Jakob/James I. von England; *1566/°1625) waren Mitglieder der "Virginia Company of London" –

hatten aber offenbar nachhaltigen Einfluss auf das sich in der Folge entwickelnde Brauchtum (u.a. „Thanksgiving“) in der „Neuen Welt“.

Übrigens

Eine Nachbildung der „Mayflower“ – mit Einsichten in das damalige Leben (oder "Nichtleben"!) an Bord – kann heute im Hafen von Plymouth besucht und besichtigt werden.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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