Was sind das eigentlich – Megakirchen (in den USA)?

Als Megakirchen werden Kirchen in Afrika, Südamerika, Osteuropa – ganz besonders aber in den USA – mit wöchentlich mehr als 2000 bis 4000 Gottesdienstbesuchern bezeichnet.

Einfluss

Die Mehrzahl dieser Riesenkirchen sind zwar konfessionell ungebunden, aber letztlich doch überwiegend protestantisch ausgerichtet.

Sie unterhalten Radio- und TV-Sender, Buchverlage und Bildungsstätten, orientieren sich an amerikanischer Popkultur und üben in den USA inzwischen einen gewaltigen Einfluss auf Wirtschaft und Politik aus.

Beispiel "Lakewood Church"

Als zurzeit größte dieser Megakirchen gilt die 1959 von dem Pfarrer John Osteen (*1921/°1999) gegründete „Lakewood Church“ in Houston/Texas, die – angeblich – in einem für ´zig Millionen umgebauten Sportstadion, wöchentlich von (geschätzten) vierzigtausend Gottesdienstbesuchern aufgesucht wird.

Wie auch bei allen anderen Megakirchen weitestgehend üblich, setzen die Betreiber auf charismatische Prediger, die häufig nicht nur als Stars verehrt werden, sondern es trefflich verstehen, das gemeinschaftliche Lobpreisen des Herrn mit nicht allzu bibellastigen Wohlfühlpredigten sowie einer Vielzahl unterschiedlichster Show-Attraktionen zu einem berauschenden Event werden zu lassen.

Angebote

Megakirchen bieten, unter anderem, Selbsthilfegruppen, Fitnessstudios, Kinderkrippen sowie Devotionalien-Shops an, führen ihre Kirchen gleichsam wie ein Einkaufscenter, sind (Kirchensteuer wird in den USA vom Staat nicht erhoben) kommerziell ausgesprochen erfolgreich und – offensichtlich gefällt es den zigtausenden Gottesdienstbesuchern …

Autor: Manfred Zorn

 

 

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