Die USA – ein "Marktplatz der Religionen"?

Anscheinend durchaus!

 

Denn – wie Eric T. Hansen in seinem amüsanten Buch „Planet Amerika – Ein Amerikaner erklärt sein Land“ (Bastei/Lübbe) unter anderem schreibt – „erschaffen Amerikaner ihre Religion nicht nach irgendwelchen Traditionen, die sie nicht hinterfragen dürfen, sondern nach ihren eigenen wechselhaften Bedürfnissen …“ 

Und in der Tat!

Heute gibt es allein „round about“ zweihundert sich in der Glaubensauslegung unterscheidende protestantische Glaubensgemeinschaften, zum Beispiel:

  • Presbyterianer, Quäker, Mennoniten, Baptisten, Pietisten, Adventisten, Lutheraner, Amische, Pfingstler, Shaker),

die in der Summe (lt. Quelle „Statista 2007“) etwa 51,5% der Gesamtbevölkerung (von im Jahr 2011 geschätzten 311 Millionen US-Bürgern) ausmachen.

Gefolgt von

  • Katholiken (ca. 24,5%) als größte „Einzelgemeinde“,
  • Mormonen und Judentum (je ca. 2%),
  • Buddhisten und Muslime (je ca. 1%),
  • sonstigen christlich Orientierten (ca. 2%) sowie immerhin
  • guten 18% nicht weiter definierte, bzw. unklassifizierte, Religionsgemeinschaften, zu denen wohl auch der Teil der Bevölkerung gehört, der sich keiner Konfession zugehörig fühlt.

Und letzteres angeblich sogar, Umfragen zur Folge, mit zunehmend steigender Tendenz.

Aber Achtung!

Wie das bei Statistiken häufig der Fall ist, kommt es bei der Betrachtungsweise solcher Erhebungen immer auch auf die Kriterien an, unter denen eine derartige Studie erfolgt.

Es mag also sein, dass im Detail durchaus differierende (irritierende) Darstellungen in den Quellen zu finden sind, noch zumal in den im Zehnjahresrhythmus stattfindenden Volkszählungen der USA, Fragen nach der Religionszugehörigkeit nicht gestellt werden. Wie auch immer!

Fakt bleibt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika unbestritten das Land mit der größten Religionsvielfalt sind.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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