Hat das Eis gleichen Namens tatsächlich etwas mit einem Fürst Pückler zu tun?

Ja, in der Tat, das hat es.

 

Ein kreativer Koch

Ein gewisser Louis Ferdinand Jungius, seines Zeichens Koch am königlich-preußischen Hof, hat 1839 einer Kreation aus drei Zutaten den Namen Fürst-Pückler-Eis gegeben.

Der Namensgeber

Hermann Fürst von Pückler-Muskau (*1785/°1871), aus einem schlesischen Adelshaus stammend, ist der Nachwelt im Allgemeinen als Reiseschriftsteller, Weltreisender, Gartenbaukünstler, Snob und Gourmet, im Besonderen aber als Architekt der  Landschaftsparks (unter anderen)

  • „Fürst Pückler-Park Bad Muskau“ (Oberlausitz, teils in Polen, teils in Sachsen gelegen)
  • „Fürst-Pückler-Park Branitz“ (Cottbus) sowie des
  • „Altensteiner Parks“ (Bad Liebenstein/Warthburgkreis Thüringen)

bekannt.

Rezeptur

Während das nicht sehr "eisige" Produkt des königlich-preußischen Kochs L.F. Jungius überwiegend aus Sahne, Zucker und Früchten bestand, wird unter Fürst-Pückler-Eis heute die Zusammensetzung aus Schoko-, Erdbeer/Himbeer- und Vanilleeis verstanden.

Übrigens

Wie's scheint, ist nicht anzunehmen, dass sich die Herren Jungius und Fürst von Pückler-Muskau überhaupt je persönlich begegenet sind. Trotzdem nett vom Koch, dem Fürsten die Süßspeise/das Eis gewidmet zu haben ...

Autor: Manfred Zorn
Quelle: Die Geschichte der Markenmacher - 75 Jahre Unilever in Deutschland

 

 

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