Wer oder was ist eigentlich ein Heftelmacher?

Ein Heftel ist ein Häkchen oder auch eine Spange.

 

Ein modischer Meilenstein

Beides fand im Wesentlichen Verwendung vor, während und kurz nach dem Mittelalter, und diente, gemeinsam mit der Öse, dem Schließen der Kleidung.

Als sich dann ein kluger Kopf, irgendwann im 14. Jahrhundert, Knopf und Knopfloch ausgedacht hatte (ganz zu schweigen von der revolutionären Erfindung des Reißverschlusses im 19. Jahrhundert), wurden diese Utensilien obsolet. Allerdings blieb der Begriff Heftelmacher der Nachwelt erhalten.

Das Handwerk des Heftelns setzte, man kann es sich vorstellen, eine gewisse Sorgfalt und Akribie voraus.

Es galt, scharf aufzupassen, dass die Häkchen an der richtigen Stelle angebracht wurden.

Anders ausgedrückt

Wenn also heute jemand auf irgendetwas wie ein Luchs aufpassen muss, kann der Luchs auch durch den Heftelmacher ersetzt werden – man passt eben auf wie ein Heftelmacher!

Autor: Manfred Zorn

 

 

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