Was ist eigentlich eine Eselsbrücke?

Eine Eselsbrücke war ursprünglich – also zu Zeiten, als der Esel noch nicht durch Transportmittel unserer Tage ersetzt worden war, sondern den Menschen als nützliches Lasttier galt – das, was es ist: nämlich (im Sinne des Wortes) eine Eselsbrücke.

Esel gelten gemeinhin nicht nur als (manchmal) eigensinnig und störrisch, sie sind darüber hinaus auch ausgesprochen wasserscheu und vorsichtig.

Esel gehen weder ins, noch übers Wasser

Fluss- oder sonstige Gewässerüberquerungen, unabhängig von deren Tiefe, erwiesen sich für die im Grunde freundlichen Packesel in aller Regel als unüberwindbar. Also galt es, Abhilfe zu schaffen. Ein Übergang, eine Überbrückung – die Eselsbrücke, eben – musste her.

Das mag für die brückenbauenden Menschen zwar umständlich, mühsam und vor allem zeitraubend gewesen sein, schien aber immer noch besser als zu versuchen, die Langohren – koste es, was es wolle – ins für sie für ungewisse Nass zu treiben.

Sicher, es war wohl in der Tat ein lästiger Aufwand, der aber meistens durchaus schneller zum Ziel führte.

"Eselsbrücke" heute

Heute wird der Begriff „Eselsbrücke“ oft als Synonym für „Gedächtnisstütze“, „Anhaltspunkt“ oder „Orientierungshilfe“ benutzt, um sich Dinge oder Fakten (Jahreszahlen, Ereignisse jeglicher Art u.a.m.) besser merken zu können.

Ein beliebtes Beispiel in diesem Zusammenhang ist die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Griechen/Makedoniern (Alexander dem Großen) und den Persern (Dareios III.) im Jahre 333 v. Chr. bei Issos (heute: Anatolien/Türkei).

"Eselsbrücke“: 3-3-3, (bei) Issos Keilerei!

Autor: Manfred Zorn

 

 

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