Was verbirgt sich hinter der harmlosen Bezeichnung „zur Ader lassen“?

Der Hinweis, Menschen „zur Ader lassen“, geht zurück auf Hildegard von Bingen (*1098 bis °1179).

 

Hildegard hatte für sich – und andere – Lebensregeln verfasst.

Eine davon war die Überzeugung, der Mensch müsse sich von Zeit zu Zeit von schlechtem Blut reinigen. Um das zu erreichen, solle er „zur Ader gelassen“ werden.

Wer sich allerdings darauf einließ, konnte nie sicher sein, ob sich der Eingriff nicht ins Gegenteil verkehrte – der eine oder andere verstarb schon mal beim Aderlass.

Heute steht der Ausdruck auch für Situationen, in denen man jemanden auf unangenehme Art um etwas erleichtern möchte.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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