Wer sagte wann „Geld stinkt nicht“?

Geld stinkt nicht (lat.: „pecunia non olet“) ist eine Redewendung, die – wie es heißt – vom römischen Kaiser Vespasian (*9/°79 n. Chr.) stammt.

Kein Gerücht!

Wie jeder Staat noch heute, suchte auch Vespasian ständig nach Möglichkeiten, das Haushaltsloch in seiner Staatskasse zu stopfen. Um das marode Rom wieder auf Vordermann zu bringen, war ihm dabei jedes Mittel recht.

Also belegte der findige Kaiser – unter anderem – sogar die seinerzeitigen öffentlichen Toilettenanlagen (Latrinen) mit einer Urinsteuer. Die Herkunft des Geldes schien demnach bei seiner Haushaltssanierung schlicht keine Rolle zu spielen.

Ganz anders dagegen sein Sohn Titus Flavius Vespasianus (*39/°81 n. Chr.). Der wiederum soll nämlich diese Steuer, so ist zu lesen, als ausgesprochen unschicklich empfunden und dem Ansinnen seines Vaters entsprechend widersprochen haben – musste sich aber schlussendlich mit dem Bescheid, dass Geld eben doch nicht stinke, abfinden.

PS

Trotz dieser netten Geschichte des nicht stinkenden Geldes ist jedoch anzunehmen, dass sie lediglich bildhaft gedacht sein kann. Denn, wie eine Studie der New York University von 2017 zeigt, kann Geld, können Banknoten, durchaus im übertragenen Sinne „stinken“. Festgestellt wurden in dieser Studie immerhin vierhundert unterschiedlichste Bakterienarten, von denen man ganz sicher keine an den Fingern haben möchte – aber eben doch hat. Also, nach dem Bezahlen immer gut die Hände waschen …

Autor: Manfred Zorn

 

 

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