Worauf ist eigentlich der Begriff „Pfeffersack“ zurückzuführen?

Einmal abgesehen davon, dass Pfeffer auch heute noch durchaus in Säcken abgepackt und transportiert wird und demzufolge als Pfeffersäcke bezeichnet werden können, stammt der – nicht immer freundlich gemeinte – Begriff „Pfeffersack“ aus dem Mittelalter.

Etwa zur Mitte des 12. Jahrhunderts gründeten die Kaufleute im Norden und Nordosten Deutschlands einen Städtebund, die Hanse, um ihre Handelsinteressen gemeinschaftlich besser durchsetzen zu können.

Neben den Handelsgütern Getreide, Tuche, Pelze und anderen mehr, galten Gewürze seiner Zeit als besonders wertbeständig.

So setzten beispielsweise die einen oder anderen Länder oder Städte Pfeffer mit Edelmetallen gleich. Kalkulationen wurden gewissermaßen auf Basis des Pfefferwertes vorgenommen.

Mit dem Gegenwert des Pfeffers konnte Land erworben, Zölle festgesetzt oder ein aufwendiges Leben bestritten werden – kein Wunder also, dass der Volksmund schwerreiche Leute manchmal respektvoll, meistens aber abwertend (oder neidisch?) als „Pfeffersäcke“ bezeichnete.

Autor: Manfred Zorn

 

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