Woher kommt eigentlich der Ausdruck „Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig“?

Aus der Bibel.

Genauer:

Aus dem Neuen Testament; dem 2. Brief des (Apostel) Paulus an die Korinther, Kap. 3/Vers 6.

Gegen Spießbürgerlichkeit und kleinkrämerische Geisteshaltung

Theologische Interpretationen von Geist, Buchstaben, Gesetz und Schrift an dieser Stelle einmal außen vor gelassen, fällt auf, dass dieser Ausspruch bei „weltlicher“ Betrachtung häufig dann Anwendung findet, wenn jemand jemand anderen auf dessen kleinmütige oder – der jeweiligen Situation entsprechend – unangebracht kleinkarierte Haltung aufmerksam machen möchte.

Neben der grundsätzlichen Gegenüberstellung des "gesunden Menschenverstandes" zu einer oft praktizierten "Paragraphenreiterei" – häufig anzutreffen u.a. in der militärischen Befehlskette – wären in diesem Zusammenhang auch die teils merkwürdigen Verordnungen zu nennen, die sich, überspitzt ausgedrückt, unterbeschäftigte Mitarbeiter der Europäischen Union gern ausdenken.

Zum Beispiel die bekannten Gurken- Bananen- Energiesparlampen- und sonstigen obskuren Verordnungen.

Mein Gott, Walter ...!

Würden sich die Bürokraten in Brüssel demnächst auch noch zu einer EU-Verordnung darüber hinreißen lassen, wie stark die Braunfärbung (Knusprigkeit) unseres Toastbrots zukünftig sein darf, entspräche das tatsächlich einem Seufzer des Unverständnisses eines ansonsten bekennenden Europäers:

  • „Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig …"

Autor: Manfred Zorn

 

 

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