Wer ist wann jemandem ‚ein Dorn im Auge‘?

Der Hinweis auf ‚ein Dorn im Auge‘ stammt aus der Bibel, dem Alten Testament.

Der Befehl

Im 4. Buch Mose, Kap. 33 ab Vers 50 gibt Gott Moses „im Jordantal der Moabiter gegenüber Jericho“ den Befehl  zur Vertreibung der Kanaaniter: „… so sollt ihr alle Bewohner vertreiben vor euch her und alle ihre Götzenbilder und alle ihre gegossenen Bilder zerstören und alle ihre Opferhöhen vertilgen … (Vers 52)“, um dann im 55. Vers fortzufahren: „Wenn ihr aber die Bewohner des Landes nicht vor euch her vertreibt, so werden euch die, die ihr übriglasst, zu Dornen in euren Augen werden und zu Stacheln in euren Seiten und werden euch bedrängen in dem Lande, in dem ihr wohnt…“

Was heißt das?

Na klar, wenn Moses und die Kinder Israels nicht tun was Gott empfiehlt, werden er und seine Leute zu einem Dorn im Auge der Kanaaniter. Man könnte es sogar verstehen.

Redewendung

Heute ist jemand jemandem ‚ein Dorn im Auge‘, dessen Auftreten einem gründlich gegen den Strich geht, dessen Meinung einem nicht gefällt. Oder beides. Also, wenn diesem ‚Jemandem‘ die ganze Richtung des hier genannten ‚Jemand‘ nicht passt. Jemand der einem anderen mit seinem Verhalten und ggf. verbalen Äußerungen gründlich auf den Keks geht …

Autor: Manfred Zorn
Quelle: "Die Bibel oder die ganze Heilige Schrift des Alten und des Neuen Testaments (Württembergische Bibelanstalt Stuttgart)

 

 

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