Warum heißt es oft, das ist ein „salomonisches Urteil“?

Weil Salomon, König von Israel, ein schlauer Mann gewesen zu sein scheint.

 

Von Gott unter anderem mit außergewöhnlicher Weisheit ausgestattet, konnte Salomon diese bereits kurz nach Amtsantritt unter Beweis stellen, als er über zwei um ihre Kinder streitende Frauen zu richten hatte.

Die eine der Frauen hatte ihr totes Kind mit dem Sprössling einer anderen vertauscht.

Nun standen beide zankend und hadernd vor Salomon.

Der ließ sich ein Schwert reichen und drohte, das lebende Kind zu teilen. Jede der Frauen sollte eine Hälfte bekommen.

Die des verstorbenen Kindes wollte das unbesehen zulassen; die des lebenden Kindes sprach sich dagegen aus. Sie ging sogar soweit, ihr Kind der Konkurrentin zu überlassen.

Das war für Salomon Signal genug für seine Entscheidung, das Kind dieser Frau zuzusprechen.

In ganz Israel – und darüber hinaus – wurde dieser Richterspruch als „salomonisches Urteil“ legendär (1. Könige 3/16 – 28).

Autor: Manfred Zorn

 

 

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