Was ist das denn – das Europa der 46-, 48- oder 51 Länder?

Diese Zahlen entsprechen der Sicht des Betrachters. Zumindest, wenn es darum geht, auch vorderasiatische Länder zu Europa zählen zu wollen. Was wiederum so abwegig nicht wäre, wird Europa doch heute bereits mit dem Begriff 'Eurasien' belegt. Wo – so ganz genau – ist da die Grenze zu ziehen?

46

Sechsundvierzig Länder setzen sich zusammen aus den 27 EU-Mitgliedsstaaten:

  • Belgien (1952), Bulgarien (2007), Deutschland (1952), Dänemark (1973), Estland (2004), Finnland (1995), Frankreich (1952), Griechenland (1981), Irland (1973), Italien (1952), Kroatien (2013), Lettland (2004), Litauen (2004), Luxemburg (1952), Malta (2004), Niederlande (1952), Österreich (1995), Polen (2004), Portugal (1986), Rumänien (2007), Schweden (1995), Slowakei (2004), Slowenien (2004), Spanien (1986), Tschechien (2004), Ungarn (2004) und Zypern (2004),
  • den fünf Bewerberländern  Albanien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und der Türkei (zu etwa 3% in Europa, zu 97% in Asien gelegen) sowie
  • Andorra, Bosnien und Herzegowina, Island, Liechtenstein, Moldawien, Monaco, Norwegen, Russland (europäischer Teil), San Marino, Schweiz, Ukraine, Vatikanstadt, Weißrussland und das zum 31. Januar 2020 aus der EU ausgetretene Vereinigte Königreich ('Brexit').

48

Achtundvierzig Länder sind es, wenn der im Juni 2012 von 91 Staaten anerkannte

  • Kosovo und der europäische Teil Kasachstans

hinzugerechnet werden.

51

Und einundfünfzig, wenn die vorderasiatischen Länder

  • Armenien, Aserbaidschan und Georgien

ihren Wunsch und Anspruch, zu Europa gehören zu wollen, irgendwann durchsetzen.

Satire

Nun, ja – sollten nicht auch eines Tages Länder wie

  • Tadschikistan, Usbekistan oder Turkmenistan

ihr Herz für Europa entdecken, hätte Europa bereits mit den „gefühlten“ o. gen. einundfünfzig Ländern die Vereinigten Staaten von Amerika um einen Staat übertrumpft. Die USA liegen z.Z. bei fünfzig Staaten!

Autor: Manfred Zorn

 

 

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