Was sind die „Molukken“ – und warum werden sie auch „Gewürzinseln“ genannt?

Als „Molukken“ wird eine indonesische Inselgruppe im Pazifischen Ozean (im Atlas zwischen Borneo und Neuguinea zu finden) benannt, die mit Beginn des Zeitalters der Entdeckungen (15/16. Jahrhundert) als „Gewürzinseln“ bekannt wurde.

 

Gewürze – das Gold Ostindiens

Es war die Zeit, in der – unter anderen – kein Handelsgut geschätzter, gefragter und wertvoller war, wie die bisher im Abendland mehr oder weniger unbekannten Gewürze Arabiens, Persiens und/oder Indiens.

Da traf es sich gut, dass der portugiesische König Manuel I. (*1469/°1521) seinem gleichaltrigen Landsmann Vasco da Gama (*etwa 1469/°1524) das „Projekt Indien“ anvertraute.

Portugal und Spanien standen seiner Zeit im Wettstreit um die Vorherrschaft der Seewege, wobei es naturgemäß nicht nur um Machterweiterung, sondern auch um kommerzielle Interessen ging.

Langer Rede, kurzer Sinn

Vasco da Gama gelang es um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert tatsächlich, den Seeweg nach Indien – und damit auch zu den Gewürzinseln (Molukken) – zu entdecken.

Portugal hatte jetzt für lange Zeit einen profitablen – um nicht zu sagen monopolistischen – Zugriff auf Zimt, Muskat, Pfeffer, Ingwer und anderes mehr. Und das Land stieg – etwa während des 15. und 16. Jahrhunderts sowie insbesondere unter dem portugiesischen Entdecker Heinrich dem Seefahrer (*1394/°1460) – zur unbestrittenen Weltmacht dieser Zeit auf ...

Autor: Manfred Zorn
Quelle: Große Entdecker (MALIK/National Geographic)

 

 

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