Ägyptische Mythologie – gibt es die überhaupt?

Durchaus! Allerdings ist die ägyptische Mythologie nicht zwingend vergleichbar mit – zum Beispiel – der der Griechen.

 

Der Nil und die Sonne

Wie fast alle vorgeschichtlichen Völker, glaubten auch die Ägypter an die Gesetzmäßigkeiten der Natur.

Jede Begebenheit und jegliches menschliche Tun und Lassen wurde in Abhängigkeit vom „Good Will“ der Götter gesehen. Der Rhythmus des Lebens entsprach sowohl dem Rhythmus des Nil

  • der mit seinen jährlich wiederkehrenden Überschwemmungen Frucht- oder Unfruchtbarkeit bringen
  • als auch der Sonne, die Pflanzen wachsen, aber auch vertrocknen lassen konnte.

Religion und Mythologie

Beide, der Nil und die Sonne prägten im Wesentlichen die Vorstellung der Menschen von Leben und Tod und bildeten die Basis ägyptischer Religion. Die Religion wiederum ist mit ihren Göttern – unter anderen Seth, Isis, Ra/Ré, Anubis, Osiris oder Horus – gleichzeitig auch eng mit der ägyptischen Mythologie verknüpft.

Mythologie light

Alles in allem verfügt die ägyptische Mythologie nicht über einen ähnlich reichen Fundus, wie zum Beispiel die der Griechen. Die eine oder andere Geschichte stammt zudem aus griechischen Quellen, was daran liegen mag, dass die Ägypter erst vergleichsweise spät begonnen haben, die ihnen überlieferten Sagen, Legenden oder Erzählungen selbst aufzuschreiben.

Darüberhinaus - so heißt es - stellt das, was uns heute an ägyptischer Mythologie vorliegt, sozusagen lediglich ein Potpourri aus den unterschiedlichsten Gegenden und geschichtsrelevanten Perioden des antiken Agypten dar – entspricht also, wenn man so will, keiner einheitlich auf ganz Ägypten bezogenen Struktur.

Sei's drum! Trotzdem sind die Geschichten durchaus spannend, unterhaltend und kurzweilig ...

Autor: Manfred Zorn

 

 

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