Warum gehörten die Asen und Vanen zum „A und O“ der Nordischen Mythologie?

Asen und Vanen waren Göttergeschlechter, ohne die in der nordischen, nordgermanischen und wikingischen Mythologie gar nichts lief.

 

Das erste dieser Geschlechter in der Götterwelt waren die Vanen, dann tauchten die Asen auf.

Make love, not war

Es wurde gegeneinander gekämpft. Anzunehmen ist, dass es dabei um die Vorherrschaft ging. Irgendwann scheinen die Verantwortlichen beider Seiten aber erkannt zu haben, dass ein Krieg nichts taugt.

Sie ließen die Waffen ruhen, gewöhnten sich aneinander, passten sich den Gepflogenheiten des jeweils anderen an und schließlich vereinigten sie sich zu einem einzigen Göttergeschlecht. Es wuchs – frei nach Willy Brandt (*1913/°1992) – also zusammen, was zusammengehört.

Allerdings verschwanden die Vanen über kurz oder lang aus dem Sprachgebrauch. Übrig blieben die Asen, die nun gleichzeitig auch Namensgeber der vereinigten Götterwelt wurden.

Der Apfel der Göttin Idun

In der Überlieferung, vornehmlich in der der „Snorra bzw. Prosa-Edda“ und der „Lieder-Edda“ („Codex Regius“), galten die Asen als mutig, stark und kriegerisch, teilten sich ihren Wohnsitz auf der Burg „Asgard“ mit zwölf Obergöttern und ebenso vielen Göttergattinnen und gingen einem menschlichen, allerdings unangestrengten Alltag nach. Aber – wie es heißt – waren nicht nur die von den Göttern erschaffenen Menschen sterblich, sondern auch die Götter aus dem Geschlecht der Asen. Das heißt: In Sachen Sterblichkeit gab es also für die Asen keine nennenswerten Privilegien.

Allerdings sollen sie sich mit dem täglichen Biss in einen Apfel der Unsterblichkeitsgöttin Idun – sinngemäß entsprechend der englischen Redewendung: „An apple a day, keeps the doctor away“ – jung und frisch gehalten und somit ihr Dahinscheiden hinausgezögert haben ...

Autor: Manfred Zorn
Quelle: "Mythen und Sagen des Nordens" (Edmund Jacoby/Gerstenberg)

 

 

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