Wer waren die Urgötter in der griechischen Mythologie?

Als Urgötter der griechischen Mythologie gelten die Erdgöttin Gaia und der Himmelsgott Uranus. Beide stehen für den Anfang aller Götter. Also sozusagen die Götter, die wie aus heiterem Himmel dem so genannten „Chaos“, sprich: „leeren Raum“, entsprungen sind.

Gaia und Uranus waren verheiratet. Ihrer Beziehung entstammen eine fast nicht zu überschauende Vielzahl Kinder:

  • Aphrodite zum Beispiel.
  • Oder die Zyklopen Arges, Brontes und Steropes,
  • die „hundertarmigen“ Hekatoncheiren,
  • die Titanen sowie, etwas später,
  • die Erinnyen (röm.: „Furien“) und
  • die Giganten.

Diese ungeheure Zeugungsfreudigkeit muss geradezu Programm gewesen sein. Denn auch in der Folge scheint die Mehrzahl der griechischen Götter auf diesem Feld keinerlei Grenzen gekannt zu haben.

Ehe-Knatsch

Aber trotz der Kinderschar des Paares Gaia und Uranus, war nicht alles Sonnenschein in dieser ehelichen Gemeinschaft.

Als Uranus eines Tages die ihm unleidlich erscheinenden Zyklopen – es können auch die Hekatoncheiren gewesen sein, oder sogar beide Fraktionen – kurzerhand in den Hades, also in die Unterwelt, verbannte, kam es zu erheblichen Unstimmigkeiten zwischen den Ehepartnern.

Zimperlich geht anders

Gaia, wütend und entsetzt über diese in ihren Augen ungeheuerliche Handlungsweise des Gatten, revanchierte sich, indem sie den Titanensohn Kronos gegen den Vater aufhetzte. Mit bitteren Konsequenzen für den Zyklopenfrevler Uranus.

Der wurde nämlich, oh ha, oh ha, postwendend auf ziemlich unschöne Art und Weise sowie ohne jegliches Bedauern vom Sohn Kronos seiner Männlichkeit beraubt.

Aus den Blutstropfen der Wunde gebar Gaia, so erzählt es die Legende, Erinnyen, Giganten – und Aphrodite. Unfassbar!

Autor: Manfred Zorn

 

 

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